Über mich
„Schnittbilder“
– so nennt Candida C. Stapf ihre filigranen Konfigurationen, exquisite Schöpfungen, die sie aus unterschiedlichsten Papieren gestaltet. Das Spektrum der Materialien reicht von handgeschöpftem japanischen chiyogami - Papier über venezianisches Künstlerpapier bis zu recyceltem Alltagspapier.
Mit ihrem eigenwilligen Gespür für Form, Farbe und Struktur des gewählten Materials schafft sie einen sinnlichen, fantastischen und bisweilen bizarren Kosmos, in dem Maritimes, Mythologisches, Zoologisches, Kulinarisches, Erotisches Gestalt erhält, überblendet wird und an den Schnittstellen verschmilzt.
Candida C. Stapf bedient sich einer originären Formensprache aus Kontur, Schnittkante und farbig strukturierter Fläche, die den Raum für vielfältige Assoziationen öffnet: griechische Vasenmalerei, balinesisches Schattenspiel, chinesische Holzschnitte, Art Deco Ornamentik, Herbarien…
Für eine schwarz/weiß Ausstellung hat Candida C. Stapf sich der Herausforderung gestellt, auf Farbe zu verzichten - das bedeutet, die Reduktion ihrer Ausdrucksmittel auf die reine Form.
Dr. J. Reiter